Sportverein Unterwurmbach e.V.

Spielbericht vom Relegationsspiel am 13.06.2011 gegen die DJK Workerszell in Wettelsheim:


UNTERWURMBACH (tk) – Bereits ein Jahr nach dem bitteren Abstieg aus der Kreisklasse Jura Mitte hat der SV Unterwurmbach den sofortigen Wiederaufstieg geschafft. Nach der im Saisonfinale mit dem 1:1 beim SV Abenberg verspielten Meisterschaft schlug der Vizemeister der A-Klasse Jura 2 in Wettelsheim vor gut 1000 Zuschauern mit der DJK Workerszell den Tabellendreizehnten der Kreisklasse Jura mit 4:1.
In der über weite Strecken spielerisch mangelhaften und mitunter recht kampfbetonten Partie hatten sich „Wormer“ zu guter letzt mehr als verdient durchgesetzt. Zu Beginn waren sie jedoch schwer in die Gänge gekommen und mussten nach 23 Minuten dem Rückstand hinterherlaufen. Nach einer Notbremse an Benjamin Schneider zeigte Schiedsrichter Michael Hertle (SV Schwörsheim) SVU-Keeper Sedat Horasan nur die gelbe Karte und verwandelte Andreas Kössler den Elfmeter souverän zum 1:0 (23.). Nach diesem „Hallowach“ kämpfte sich die Truppe von Jürgen „Blacky“ Schwarz aber ins Spiel. Plötzlich waren alle SVU-Kicker auf den Erfolg fixiert und liefen sich dafür auch die Hacken wund.
Nach einer halben Stunde musste ein Eckball für den Ausgleich herhalten, welchen Hüttmeier per Kopf (30.) einnetzte. Ebenfalls nach einer „Ecke“ hatte Kössler die erneute Führung für Workerszell auf dem Scheitel, doch der Ball sprang von der Unterkante der Latte nicht hinter die Torlinie.
Praktisch im Gegenzug legte Hüttmeier hoch und quer auf Engelhardt, der kaltschnäuzig und clever zeigte, wie man über den Innenpfosten ins Tor treffen kann. Kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte Reisslein noch einen Freistoß an den Pfosten, weshalb die 2:1-Pausenführung für Unterwurmbach in Ordnung ging.
In der zweiten Halbzeit erspielten sich Workerszell keine einzige nennenswerte Tormöglichkeit mehr. Hätten die „Wormer“ auch in Überzhal (Dittrich hatte eine Viertelstunde vor Schluss wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte gesehen) etwas kaltschnäuziger ihre Angriffe finalisiert, wäre nicht erst in der 87. Minute das erlösende 3:1 gefallen. Oliver Trautner musste den perfekten Rückpass von Lacher nur noch über die Linie schieben. Den Schlusspunkt setzte dann Bernd Lacher, der einen 20-Meter-Freistoß an Mauer und Keeper vorbei zum 4:1-Endstand in die rechte untere Ecke hämmerte.
Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Michael Hertle (SV Schwörsheim) kannte der Jubel im „Wormer Fußballager“ keine Grenzen mehr und wurde der sofortige Wiederaufstieg beim „Abber“ bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Seit dem einjährigen und 2003 beendeten Kreisliga-Abenteuer hatten sich die „Wormer“ im steten Auf und Ab gegen das drohende Abrutschen in die A-Klasse gewehrt. 2010 war der Absturz dann nicht mehr zu vermeiden und nach insgesamt 14 Jahren Kreisklassenzugehörigkeit musste der bittere Gang in die A-Klasse angetreten werden.
Der Abstieg war jedoch auch die Chance, mit einem ambitionierten Trainer und mehreren Handvoll junger Spieler einen Neuaufbau zu verwirklichen. Mit einer runderneuerten Mannschaft, gezielt gespickt durch ein paar erfahrene „Ü30“-Kicker, wurde Jürgen „Blacky“ Schwarz auf die Mission geschickt, so bald wie möglich wieder vorne mitzuspielen. Dass die gesunde Mischung bereits innerhalb einer Saison so gut harmonieren würde, hätte aber keiner zu träumen gewagt. Und so blieb das Fernduell mit Obererlbach bis zum letzten Spieltag spannend. Mit dem 1:1 in Abenberg wurde aber der Titel verspielt und Unterwurmbach musste in als „Vize“ in die Relegation.
Vor der prächtigen Kulisse in Wettelsheim war die Truppe von „Blacky“ Schwarz jedoch im entscheidenden Spiel hellwach und kaltschnäuzig genug, um mit einem verdienten 4:1-Sieg gegen Workerszell nach 1995 den zweiten Kreisklassenaufstieg perfekt zu machen. Mit dem Aufstiegswind im Rücken und dem recht jungen Spielstamm will sich Unterwurmbach nun auch gleich wieder im selbsternannten „Wohnzimmer Kreisklasse“ etablieren. Das Ziel ist für einen Aufsteiger hoch gesteckt, doch wer keines hat, kennt auch nicht die Richtung.
SV Unterwurmbach: Horasan, Betz (ab 28. Ortner), Schuler, Trautner, Oliver (ab 46. Bierlein), Adolf, Reisslein, (ab 66. Heipel), Müller, Hüttmeier, Tomaschek, 10. Lacher, 11. Engelhardt.
DJK Workerszell: Biehler, Flieger, Zinner, Schneider, Pepe (ab 80 Cetin), Olschewski (ab 60. Zucker), Pinder, Dittrich, Sapmaz (ab 38. Dier), Alim, Schneider, Kössler.

SV Unterwurmbach e.V.  |  info@sv-unterwurmbach.de